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Fußball: Volkssport auf den Malediven

Text: Darian Leicher

Man mag es kaum glauben, aber auf den Malediven ist Fußball Volkssport. Und das, obwohl alle natürlichen Gegebenheiten des Landes dagegen sprechen.

Zugegebenermaßen: Wenn man an die Malediven denkt, ist Fußball nicht das Erste, was einem in den Sinn kommt. Auch die maledivische Nationalmannschaft hat sich bis dato nicht unbedingt in den Vordergrund der fußballerischen Weltklasse gedrängt. Das liegt unter anderem daran, dass sich das Team bislang nicht ein einziges Mal für eine Welt- oder zumindest für eine Asienmeisterschaft qualifizieren konnte.

Bei circa 344 000 Einwohner – was ungefähr der Bevölkerungszahl der Stadt Wuppertal entspricht – stellt sich natürlich die Frage, woraus denn überhaupt eine einigermaßen konkurrenzfähige Truppe entstehen könnte?

Investitionen in die Zukunft

Der maledivische Fußballverband (FAM) will in die Zukunft investieren, um Probleme wie die schlechte Infrastruktur und die natürlichen Hindernissen des Landes zu beheben. Damit ist unter anderem die schwierige Kommunikation zwischen den Atollen und der Hauptstadt Malé gemeint.

Es sollen Entwicklungszentren in jeder Region eingerichtet werden, um die talentierte Spieler früher oder später in die Hauptstadt zu transferieren. Dafür müssen aber erstmal eine Reihe an Fußballplätzen fertiggestellt werden und das ist einfacher gesagt als getan: Durch das Anpflanzen von Graswurzeln sollen Felder entstehen – was oft schief geht. Deswegen versucht man Kunstrasen- oder Futsal-Plätze zu bauen, um überhaupt eine Spielfläche zu haben.

Fußball vereint über Inseln und Atolle hinaus

An einer Sache kann der internationale Misserfolg der maledivischen Fußballnationalmannschaft jedenfalls nicht liegen: Der Freude an der Sache. Denn Fußball ist die beliebteste Sportart auf den Malediven. Wenn etwas über die Inseln und Atolle hinaus vereint, dann ist es das Spiel mit dem Ball. Ob begrünt, gepflastert oder sandig, überall rollt das runde Spielgerät.

Und das nicht nur in ihren eigenen kleinen Dörfern. Auch auf den Resort-Inseln spielen die Angestellten nach Feierabend regelmäßig eine Runde Fußball. Wenn man fragt, darf man auch als Besucher schonmal sein Können zeigen und mitspielen.