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© Milaidhoo Maldives - Universal Resorts

Unvergessliches Milaidhoo-Erlebnis: Die Mantas in der Hanifaru Bay

Der Morgen beginnt leise auf Milaidhoo. Noch liegt die Lagune spiegelglatt, als würde sie den Atem anhalten. Palmen werfen lange Schatten auf den Sand. Die himmlische Ruhe überträgt sich auf mich, mein Herz schaltet auf Ruhepuls. Nur wenige Stunden später rast mein Puls. Vor Aufregung und Freude. Von Milaidhoo aus Richtung bin ich in die Hanifaru Bay gefahren worden. Dort, nur wenige Seemeilen von Milaidhoo entfernt, ereignet sich im Baa-Atolls Jahr für Jahr ein Spektakel, das selbst erfahrene Meeresbiologinnen wie Nairika Bharucha immer wieder überwältigt: Dutzende, manchmal Hunderte Mantarochen kommen dort zusammen, um gemeinsam zu fressen.

Ein geografischer Zufall mit großer Wirkung

Das Baa-Atoll, in dem sich auch Milaidhoo befindet,  liegt westlich der zentralen Inselkette der Malediven und besteht aus einer Vielzahl kleiner Inseln, Riffe und Lagunen. Seine ökologische Bedeutung ist außergewöhnlich: Korallenriffe, Mangroven und nährstoffreiche Gewässer bilden ein komplexes Mosaik, das unzähligen Meeresarten Lebensraum bietet. Genau diese Vielfalt war der Grund, warum das Atoll als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt wurde.

Die Hanifaru Bay selbst ist eine hufeisenförmige Lagune. Während des südwestlichen Monsuns drücken Strömungen planktonreiches Wasser in diesen natürlichen Kessel. Das Plankton kann nicht entweichen – und schafft einen gedeckten Tisch für Mantarochen, die sich von genau diesen Mikroorganismen ernähren.

Die sanften Riesen

Mantarochen wirken wie Wesen aus einer anderen Zeit. Mit ihren breiten, flügelartigen Brustflossen gleiten sie scheinbar mühelos durchs Wasser. Meist sind sie einzeln oder allenfalls in kleinen Gruppen unterwegs. In der Hanifaru Bay jedoch verändern sie ihr Verhalten. Der begrenzte Raum und das Überangebot an Nahrung führen dazu, dass sie sich dicht an dicht bewegen, in spiralförmigen Bahnen, manchmal übereinander hinweg. Der Unterwasser-Tanz der Mantas in der Hanifaru Bay ist weltweit einzigartig.

Riesen der Meere

Ein einzelner Manta kann mehrere Meter Spannweite erreichen – und dennoch sind diese Tiere nicht bedrohlich. Im Gegenteil: Ihre Bewegungen sind ruhig, fast bedächtig. Sie wirken freundlich und neugierig.

© Milaidhoo – Universal Resorts

Schutz durch Begrenzung

Die Hanifaru Bay unterliegt strengen Regeln. Tauchen ist nicht erlaubt, die Anzahl der Boote und Schnorchler ist begrenzt, und das Anfassen oder gar Verfolgen der Tiere streng untersagt. „Lasst Euch einfach ruhig durch die Strömung im Wasser treiben, dann kommen die Mantas von sich aus auf Euch zu“, empfiehlt Naraika. Die Meeresbiologin von Milaidhoo mahnt Touristen immer wieder, respektvoll und zurückhaltend zu sein. „Wir sind hier nur Gäste, die Mantas stehen im Mittelpunkt“, betont Naraika.

In Milaidhoos Stille lasse ich den Tanz der Mantas Revue passieren

Rund 45 Minuten konnte ich mit den Mantas schnorcheln. 45 unvergessliche Minuten! Zurück auf Milaidhoo wirkt die Ruhe auf der Insel nach der aufregenden Begegnung mit den Mantas umso erholsamer. Als die Sonne langsam im Meer versinkt, gehen mir die beeindruckenden Minuten mit den Mantas wieder durch den Kopf. Die Bilder der majestätisch dahingleitenden Mantas sind fast noch so präsent wie wenige Stunden zuvor in der Lagune. Und ich bin mir sicher: Ich werde sie nie mehr vergessen!

Milaidhoo wird zum Traumziel für Alleinreisende Me Moon Milaidhoo entdecken >> © Milaidhoo - Universal Resorts eine kulinarische Zeitreise im Milaidhoo Maldives © Bernhard Krieger zum Ba’theli by the Reef